Zusammenfassung:
- Ruhepotential = inaktiver Zustand einer Nervenzelle
- Ruhepotential = elektrische und chemische Potential ist im Gleichgewicht
- Das Ruhepotential ist negativ gegenüber dem extrazellulären Raum

- Beruht auf der semipermeablen Membran, den elektrischen und chemischen Potentialen, sowie der Natrium-Kalium-Pumpe
- Das Konzentrationsgefälle der Kaliumionen sorgt dafür, dass diese aus der Zelle ausströmen. Die dadurch entstehende Potentialdifferenz wirkt der Diffusion der Kaliumionen entgegen.
- Die Natrium-Kalium-Pumpe sorgt unter Energieverbrauch für die Aufrechterhaltung des Ruhepotentials: Natriumionen und Kaliumionen werden entgegen ihrem Konzentrationsgefälle über die Membran transportiert.
→ Nerven- oder Muskelzellen können zwei Stadien besitzen: ruhig oder erregt. Dies ist das elektrische Potential einer Zelle.
Aufgrund von einer unterschiedlichen Verteilung von Ionen innerhalb und außerhalb der Zellmembran bei Nervenzellen entsteht ein sogenanntes “Membranpotential”
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💡 Membranpotential: Spannung an der Zellmembran
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Bei einer Zelle, die nicht aktiviert und damit in Ruhe ist, nennt man diese Spannung Ruhepotential. Das Ruhepotential ist bei Nervenzellen negativ mit ca. -70mV.
- bei Nervenzellen: -70mV
- bei Herz- und Skelettmuskelzellen: -90mV
- glatte Muskelzellen: -50mV
→ Diese Ruhe kann durch eine temporär begrenzte Erregung geändert werden. In diesem Fall spricht man vom Aktionspotential.
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💡 Ein elektrisches Potential kommt durch die ungleichmäßige Verteilung von Ionen zustande.
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Ionenverteilung beim Ruhepotential:
Eine semipermeable Membran trennt das Zelläußere und das Zellinnere.
- Im Zellinneren gibt es zumeist viele positiv geladene Kalium-Ionen und anorganische Anionen.
- Bei den anorganischen Anionen handelt es sich um verschiedene Protein- und Aminosäuren-Ionen
- Im Zelläußeren gibt es zumeist viele Chlorid-Ionen und Natrium-Ionen