Das Wichtigste:
- das Aktionspotential ist ein elektrisches Signal, das zur Erregungsübertragung von Signalen im Nervensystem dient
- nur ab einem gewissen Schwellenwert wird ein Aktionspotential nach dem *Alles-Oder-Nichts-Prinzip* ausgelöst
- Ablauf: Depolarisation - Repolarisation - Hyperpolarisation - Ruhepotential
- Natrium- und Kaliumionenkanäle sorgen für die Entstehung eines Aktionspotentials
- während der sogenannten Refraktärzeit ist eine Zelle entweder gar nicht oder nur sehr schwach erregbar!
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💡 Ist ein elektrisches Signal, dass innerhalb einer Zelle weitergeleitet werden kann.
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→ Es kommt dabei zu einer temporären Veränderung des Ruhepotentials, die sich nur über das Axon ausbreiten kann und an dessen Axonhügel entsteht.
Entstehung:
- Meist entsteht das Aktionspotential als Reaktion auf einen Reiz
- physikalischer Reiz: bspw. ein Druckreiz, der auf die Sinneszellen trifft
- chemischer Reiz durch Neurotransmitter → Bildung des Aktionspotentials
Generierung und Ablauf:
- Reizung des Somas (Nervenzellkörper) → Normalerweise treffen dort andere chemische Signale ein, die das Soma depolarisieren
- Depolarisation des Membranpotentials (=Ruhepotential) oder dem PSP (postsynaptischen Potential) oder am genausten von dem EPSP (= exzitatorisches postsynaptisches Potential)
- Als “Gegenbeispiel” gibt es das IPSP (=inhibitorisches postsynaptisches Potential) → Sorgt für die Hyperpolarisation des Membranpotentials des Somas: Zelle ist nicht mehr erregbar
- Wenn EPSP Schwellenpotential erreicht, wird am Axonhügel des Neurons ein Aktionspotential ausgelöst (Von Ruhepotential zu Aktionspotential)
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💡 Dabei ist die Dauer und Amplitude des Potentials immer gleich! Bei stärkerer Reizung erhöht sich lediglich die Frequenz der Aktionspotentiale, nicht aber die Dauer eines einzelnen Potentials = Alles-Oder-Nichts-Prinzip
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- Aktionspotential wandert an Axonmembran entlang bis zu den synaptischen Endknöpfchen
- Eintreffendes Aktionspotential sorgt für Abgabe von Neurotransmittern in den synaptischen Spalt → Dadurch kann es beim darauffolgenden Neuron am Soma erneut zu EPSP kommen und damit zur Reizweiterleitung
- Erregungsübertragung in einem Neuron