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💡 Nervengifte → Störungen bei der Erregungsübertragung im Nervensystem
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Beispiel von dem Neurotoxin „Curare“ an einer Acetylcholin führenden Synapse:

Es gibt viele verschiedene Neurotoxine, die unterschiedliche Wirkungen an der Nervenzelle auslösen können. Eine Gemeinsamkeit die alle haben ist, dass die Gifte an der Synapse wirken, wobei der genauere Ort der Wirkung vom Gift selber abhängt.
Dabei werden Neurotoxine in zwei Gruppen eingeteilt:
- exogene Neurotoxine: Aufnahme des Giftes durch die Umwelt → Wirkung im Nevensystem
- endogene Neurotoxine: werden im Körper selber hergestellt. Nur unter bestimmten Umständen werden diese für den Köper giftig, wie bspw. Glutamat, welches normalerweise als Neurotransmitter agiert. Produziert der Körper zu viel davon, wirkt dies auf die Zellen giftig und es kommt zum Zelltod = Excitotoxizität
Wirkung
Botulinumtoxin
= wirkt nicht direkt an der Synapse selber → es wirkt indirekt
- spaltet das Protein SNAP-25 → dieses kann dann nicht mehr Acetylcholin in den synaptischen Spalt freisetzen
Die Folge:
- der synaptische Spalt “bleibt leer”: keine Erregungsübertragung → Lähmung der Nervenzellen und Muskeln
Alpha-Latroxin
- in der Präsynapse geöffnete Calciumkanäle bleiben dauerhaft geöffnet → Signalüberflutung → Muskelkrämpfe
Atropin
- sympathisches Nervensystem
- parasympathisches Nervensystem
- hemmt das parasympathische Nervensystem
- verstärkt sympathisches Nervensystem