= neuromuskuläre Endplatte

Nervezellen können zwischen…

Über diese motorischen Nervenzellen (=Motoneurone) werden Aktionspotentiale zum Muskel weitergeleitet. Die Synapse zwischen der Nervenzelle und dem Muskel bezeichnet man als “motorische Endplatte”. Sie ist stärker aufgefaltet und ist damit größer als die Synapse zwischen zwei Neuronen. Das Ziel ist die mechanische Veränderung eines Muskels durch ein elektrisches Signal.

<aside> 💡 An glatten Muskelzellen findet keine Erregungsübertragung über eine motorischen Endplatte statt. Dazu gehören beispielsweise die glatten Muskelzellen des Darms.

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→ die motorische Endplatte wird auch als neuromuskuläre Synapse bezeichnet. Es handelt sich dabei um motorische Nervenzellen, die efferente Eigenschaften besitzen

Definition: Efferente Nerven sind die Art von Nerven, die vom ZNS in die Peripherie ziehen, d.h. in das PNS ziehen. Sie leiten die Nervenimpulse weiter, um eine bestimmte Reaktion hervorzurufen. Efferenzen, welche für die Kontraktion der Skelettmuskulatur verantwortlich sind, werden auch als alpha-Motoneurone bezeichnet. ZNS → PNS: efferent (motorisch) PNS → ZNS: afferent (sensorisch)

Die zelluläre Grundeinheit eines Muskels nennt sich Muskelfaser. Diese Muskelfaser besitzt die Synonyme “Muskelzelle” oder “Myozyt”.

Ablauf

→ anhand von dem Transmittermolekül Acetylcholin

  1. durch das ankommende AP werden Transmittermoleküle wie bspw. Acetylcholin freigesetzt
  2. die Transmittermoleküle öffnen Ionenkanäle der Muskelmembran
  3. der Na(+)-Einstrom sorgt für Depolarisation der Muskelmembran und löst ein AP aus (der Neurotransmitter wirkt erregend) → dieses setzt sich über die Fasermembran fort. Die gesamte Membran der Muskelzelle bezeichnet man als Sarkolemm.

<aside> 💡 die Befehlsweitergabe von Nerven an Muskeln oder an die Haut nennt man Innervation. Breiter gefasst ist die Innervation, die generelle Versorgung eines Körpergebietes durch einen Nerv. Der Muskel wird mithilfe der motorischen Endplatte innerviert.

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  1. das sogenannte Muskelaktionspotential breitet sich über T-Tubuli, Einstülpungen in der Membran, in das Innere der Muskelfaser aus
  2. Calciumionen (Ca2+) strömen aus dem sarkoplasmatischen Retikulum in den Zellplasma → Erhöhung der Calciumionenkonzentration im Plasma der Muskelzelle
  3. Calciumionen wirken sich auf Bindungsstellen zwischen Aktin und Myosin aus. Die Calciumionen reagieren mit speziellen Proteinen, sodass eine Verbindung zwischen den Myosinköpfen und dem Aktin eintritt.
  4. die Köpfe der Myosinfilamente knicken um und schieben die Aktinfilamente aufeinander zu → der Muskel zieht sich zusammen, d.h. er kontrahiert