Allgemeines
- im Wesentlichen: auktorialer Erzähler → verfügt sowohl über das innere als auch über das äußere Geschehen
→ kann zwischen Erzählperspektiven wechseln
- Erzähler berichtet über die Reihenfolge und Struktur des Textes (S. 20f.)
- erwähnt, er sei ein Freund Lothars → erhöht Authentizität der Briefe
- Hierarchie: wörtliche Rede ist dem Erzähltext untergeordnet
erzähltechnische Aspekte
- Figurenerzählung (= Figuren berichten selbst vom Geschehenen)
→ in den drei vorangestellten Briefen
- Matrixerzählung (= Erzähler berichtet vom Geschehenen)
→ übriger Teil
episodenhaftes Erzählen
- erzählte Geschichte liegt bereits in der Vergangenheit → Zeitform: Präteritum
- Verlauf der Geschichte ist Bruchstückartig
- zunächst Vorhaben von Nathanael nach Haus zu kommen
- nach Duell mit Lothar (S. 24) Zeitsprung
- Nathanael an seinem Studierort → Dramatik nimmt seinen Lauf (= Wetterglashändler)
→ Erzähler zieht sich zurück: konzentriert sich nur auf die Beschreibung von Nathanaels Innenleben (S. 28)
- unterbricht Erzählung erst durch Claras Abwesenheit in Nathanaels Gedanken (S. 35)
→ Eindruck entsteht von episodenhaftem Erzählen (Briefe, Duell mit Lothar, Fest beim Professor Spalanzani, Tanz mit Olimpia…)
→ immer nur einzelne Lebensabschnitte werden detailliert und/oder zeitdeckend beschrieben
Multiperspektivität
- Perspektivwechsel steuert Verhältnis zwischen Subjektivität und Objektivität
- ich-Form (Briefe): subjektive Eindrücke → Leser erhält Einblick in das Innenleben des Briefverfassers
Erzähler