Abiturprüfung 2019 Grundkurs Biologie (Hessen)
B2: Neurobiologie und Verhaltensbiologie
Aufgabe 3:
- die Na/K/Pumpe sorgt für die Aufrechterhaltung des Ungleichgewichts von Natrium und Kaliumionen indem es drei Natriumionen nach außen pumpt und zwei Kaliumionen nach innen pumpt, sodass der elektrochemische Gradient bestehen bleibt und das Ruhepotential aufrecht gehalten wird.
- wenn diese Pumpe nun ausfällt, dann kann das Ungleichgewicht nicht mehr gehalten werden und die Ionenkonzentration würde sich ausgleichen, da Elektronen zu einem Ladungsausgleich und Ionen zu einem Konzentrationsausgleich streben. Wenn dieser erreicht werden würde wäre das Membranpotential null und es würde keine Aktionspotentiale mehr weiter geleitet werden können. Die folge wären Lähmungen und letztlich der Tod.
Abiturprüfung 2020 Grundkurs Biologie (Hessen)
A1: Neurobiologie und Verhaltensbiologie
Aufgabe 2:
- Je weiter die Konditionierung zurück liegt, desto weniger Bienen, auch mit Koffein, reagieren mit der Rüsselstreckreaktion.
- Bemerkenswert ist aber, dass unter Einnahme des Koffeins die Reaktion prozentual höher vollzogen worden war, obwohl laut Abbildung 1.2. keine AP mehr ausgelöst worden sind, sodass dies bedeuten würde, dass Koffein zwar die Bereitschaft und Konzentration steigert, die Fähigkeit allerdings hemmt
Abiturprüfung 2021 Grundkurs Biologie (Hessen)
B: Neurobiologie und Verhaltensbiologie, Genetik und Gentechnik
Aufgabe 1:
Definition: zeitliche Summation
- bei der zeitlichen Summation wird über ausschließlich eine Synapse bzw. eine Nervenzelle das Signale an die folgende Nervenzelle übertragen. Zumeist geschieht dies in einer kurzen Frequenz, sodass kurz hintereinander viele EPSPs bzw. IPSPs geschickt werden, mit dem Unterschied zur räumlichen Summation, dass dies nur über eine Nervenzelle geschieht.
Definition: räumliche Summation
- bei der räumlichen Summation werden über mehrere Nervenzellen gleichzeitig die EPSPs und IPSPs geschickt, sodass die Summe an ankommenden Reize aufaddiert sich an den Schwellenwert am Axonhügel annähert und dann zum AP führt.
Entstehung EPSP:
- Erregungsleitung kommt von aufgenommen physikalischen Reiz durch bspw. Druck oder chemischen Reiz wie Synapsen und dessen Neurotransmitter. Das excitatorische postsynaptische Potenzial ist das Ergebnis der Erregungsleitung nach der Synapse, indem das elektrische Signal bei Eintreffen an der axonalen Membran bzw. dem Axonhügel depolarisiert wird.
Entstehung IPSP:
- das IPSP, inhibitorisches postsynaptisches Potenzial, hemmt das elektrische Signal Richtung Reizschwelle, sodass das Signal gehemmt wird
Aufgabe 2:
- bei Messtelle 2 steigt das Membranpotential kontinuierlich an
- bei Messtelle 1 ist eine Reihe von Potenzialveränderungen zu beobachten, da dass steigende Membranpotential bei Messtelle 2 kontinuierlich ansteigt und bereits ein einfaches Überschreiten des Schwellenwerts zu einer Kaskade an Potenzialveränderungen führt
- Renshaw Neuronen sind insofern wichtig, weil sie eine schnelle Erregungsleitung ermöglichen und somit schnelle Muskelkontraktionen in vielen Muskelzellen gleichzeitig ausgelöst werden könnten