Was erwarten Faust und Mephisto von der Wette?

Faust Mephisto
strebt weiter nach Entgrenzung und Wissen (V. 1541-1571) bietet Faust, was noch kein Mensch gesehen hat (V. 1674, V. 1689)
Pakt soll klar sein (V. 1651-1654)→ weiß über Gefahr bescheid → Bezug Mephisto Mephisto weiß vom Selbstmordversuch (V. 1579f.) und nimmt Fausts Todeswunsch nicht ernst
hält Mephisto für wenig leistungsfähig (V. 1675-1687 → Betäubung) Teufel dient im Diesseits und Faust im Jenseits (V. 1654) → temporal gemeint
Sucht das Glück mit einer Frau (V. 1573-1578) → zwei Seelenproblematik
geht auf Pakt ein → zweifelt an Leben nach Tod (V. 1660)
temporale Bedingung (V. 1656-1659) → zu konditioneller Bedingung (V. 1694 - 1697)
→ geht nicht davon aus → geht nur deswegen darauf ein (V. 1700)
⇒ Pakt wird Wette
“Upgrade” der Wette (V. 1699-1706) → Mephisto gewinnt nur, wenn Faust eine bestimmte Aussage tätigt (v. 1714-1737)
will frei leben → Wissenschaft weniger wichtig (V. 1757-1768)
emotionales Leiden (V. 1765-1772) → wendet sich von Gott ab
V.1741 → Bündnis wird nicht gebrochen → Minderwertigkeitskomplexen von Faust (Betäubung)

Vom Bündnis zur Wette

der zweite Teil der Szene: ein Schüler tritt auf

Faust: enttäuschter Wissenschaftler, möchte mehrdementionales Denken, strebt nicht nach Prestige

Wagner: Fausts Schüler, der noch an die Wissenschaft glaubt → kalter rational denkender Buchgelehrter → möchte Prestige erlangen, möchte nicht darüber hinaus lernen so wie Faust

Schüler: naiv, dümmlich und faul → fühlt sich beengt und überwältigt von der bevorstehenden Wissenschaft (V. 1877, 1879, 1882f., 1904f.)

Die Universitätssatire

Auerbachs Keller in Leipzig