proximate Ursachen von Verhalten

= (aktuelle) Wirkursachen

<aside> đź’ˇ Wodurch wir die Verhaltensweise hervorgerufen?

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→ innere (=endogene), physiologische Ursachen: z.B.: Hormone & Hormonspiegel (Veränderung durch Klima und Tageslänge)

→ äußere (=exogene) Ursachen: z.B.: Anblick der Jungen

→ Forschungsmittel zur Ermittlung des Verhaltens: Beobachtungen, Messung des Hormonspiegels, Attrappen (bspw. Eier, welche Vögel normalerweise ausbrüten würden)

Endogene Einflüsse werden durch exogene Einflüsse beeinflusst. Durch Schlüsselreize können proximate Handlungen leicht ausgelöst werden.

Proximate Ursachen sind aktuelle Ursachen. Ein (Schlüssel) Reiz löst hierbei ein direktes Verhalten aus. Dafür gibt es unmittelbare Ursachen (bspw. der Hormonspiegel). Proximate Ursachen werden auch als Wirkursachen bezeichnet. Sie erklären, wie ein Reiz ein direktes Verhalten hervorruft.

ultimate Ursachen von Verhalten

= Zweckursachen

<aside> đź’ˇ Wozu dient das Verhalten?

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→ Fortpflanzungserfolg

→ Weitergabe der Gene

Ultimate Ursachen sind meist evolutionär bedingt und sind grundlegende Ursachen. Ultimate Ursachen erhöhen die Fitness und sorgen dafür, dass das Genmaterial weitergegeben wird, was nicht zuletzt dem Erhalt der Art dient. Sie werden auch als Zweckursachen bezeichnet.


Beispiele:

  1. Ein Rothirsch lebt mit seinem Rudel zusammen, welches nur aus Weibchen und den jüngeren Männchen besteht. Ältere Männchen, die ihm die Position als Rudelanführer streitig machen würden, hält er auf Distanz. Das Röhren lockt weitere Weibchen an und warnt andere Männchen. Somit ist dieses Verhalten zum Teil ultimat, da Gene in die nächste Generation gegeben werden sollen, aber auch proximat, da das Fortpflanzungsverhalten hormongesteuert ist.