= Prozess, in dem ein Schlüsselreiz mit genetisch bedingten, stabilen Verhaltensweisen während der sensiblen (Lebens-)Phase verknüpft wird.
- Lernen ohne Belohnung oder Bestrafung
- Prägung Ist artspezifisch
- Lernen erfolgt schnell und effizient = keine Wiederholung nötig
- Weist hohe Sensibilität auf
- Irreversibel = kann kaum, bis gar nicht verändert oder verlernt werden
- Wenn Prägung in der sensiblen Phase nicht stattfindet, ist das Nachholen dieser nicht möglich
- Gefahr von Fehlerprägung (Beispiel: K. Lorenz, der die Küken auf sich (Menschen) prägte, anstatt auf die Tiermutter)
<aside>
💡 Durch Prägung erlerntes Verhalten kann im früheren Alter abgeschlossen, aber erst im späterem Lebensverlauf gezeigt werden.
</aside>
Sechs Formen der Prägung:
- sexuelle Prägung
= Prägung auf ein Objekt, was sich bewegt und Laute von sich gibt
- Angeborene Mütterbilder sind nicht vorhanden = daher müssen sie diese erst nach dem Schlüpfen (Küken) erlernen
- Fehlergeprägte Küken akzeptieren ihre Artgenossen später nicht als Sexualpartner
- Ortsprägung
= Prägung auf bestimmte Orte wie bspw. die Heimat
Beispiele:
- Vögel: Orientierung am Sternenhimmel
- Lachs: Orientierung am Geschmack der Heimatgewässer
- Schildkröte: Orientierung am Magnetfeld