Aufgabe 1
Aussichten waren etwas ambivalent denn:
- Adolf Hitler mochte zwar ein “demagogischer Schwätzer sein”
- aber ihm half es ungemein, dass er unterschätzt wurde
- nicht das marktschreierische Getue des Führers sei das Bedenkliche gewesen, sondern viel mehr, dass viele seiner Gefolgsleute Durchschnittsbürger gewesen seien → damit hatte Hitler ein breites Mittelfeld, was ihm den Aufstieg erleichterte
- diese hätten den Glauben verloren, dass die Republik im Stande gewesen wäre sich dem “Chaos” zu wehren
- eigentlich standen Hitler viele gut organisierten Gewerkschaften im Weg, die mit den demokratischen Parteien und den Verantwortungsbewussten und die Reichswehr des Reichspräsidenten Hitler hätten aufhalten sollen
- Schmid sei überzeugt davon gewesen, das zumindest die Kirchen verschont gewesen wären, da an ihnen umstürzlerische Bewegungen bisher immer noch gescheitert waren
- der Versailler Vertrag habe am meisten auf das Selbstgefühl der Deutschen gedrückt und er sei der Überzeugung gewesen, dass Brüning diesen hätte beseitigen können
- früher zu jener Zeit sei man im Volk der Meinung gewesen, dass Deutschland ein Opfer fremder, rational nicht zu begreifender Mächte geworden sei → dies nutzte Hitler aus und knüpfte daran an
- Hitler hätte es geholfen, dass diejenigen in der Regierung blieben, welche am Zusammenbruch der Fundamente maßgeblich beteiligt gewesen wären und dass diese Schuldigen sich nun gegen die Republik ausriefen, die sie nie geführt haben
- Suche nach einem Sündenbock fiel auf die Juden → manche Familien wären darauf stolz gewesen, dass sie die Juden weiterhin misshandelten wie es bereits unter Bismarck geschehen war
- es hätte Hitler geholfen, dass Leute, die eigentlich einen guten Namen hatten, sich ihm bedenkenlos angeschlossen hatten
- insofern habe ihm geholfen, dass er von anderen Mitstreitern maßgeblich unterschätzt worden sei → so auch von Franz von Papen → man habe gedacht, der Ruf der Unfehlbarkeit Hitlers sei bald dahin sein, doch die Aufnahme in die Kreise Richtung Reichskanzler verstärkte nur seine Beliebtheit
- auch schon Brüning sei davon überzeugt gewesen Deutschland zu “befreien” von den “Fesseln des Versailler Vertrages” → er hätte sich nicht damit abfinden können moralisch und rechtlich diskriminiert zu werden
- er hätte Deutschland unter das Gesetz altpreußischer Sparsamkeit wollen und somit schrittweise aus der Isolation auszubrechen → dies habe für Hitler zu lange gedauert
- es hätte geholfen, dass von Hindenburg ein Antidemokrat war → somit verbesserten sich die Aussichten
Aufgabe 2
Ausgangslage:
- Krisenjahr 1923 mit den sechs Krisen: Rheinbesetzung, Ruhrkampf, Hyperinflation, Separatismus im Westen, Notstand in Bayern und Hitler-Ludendorff-Putsch
- NSDAP erhält zwar zunächst Zulauf, wird infolge des Putsches jedoch verboten