Aufgabe 1
- Stresemann sei womöglich der Einzige, obgleich er ein “feuriger Nationalist” gewesen sei, welcher die Ruhrkrise in der Art und Weise hätte beenden können - erst Recht mit dem Abbruch des passiven Widerstandes → jeder andere wäre als nationaler Verräter entfernt worden
- dann wäre ein Bürgerkrieg unvermeidlich gewesen
- er war kein bekennender Pazifist, wusste jedoch, dass dies der einzige Weg sei, um Deutschland zu retten
→ damit sei die jahrhundertalte Erbfeindschaft begraben
- die meisten Deutschen würden die Westgrenze nun anerkennen
- es würde noch viel Misstrauen auf französischer und viel Ressentiment auf deutscher Seite geben → dennoch würden sich die Beziehungen aufgrund von Austauschprogrammen verbessern
- das Hassgefühl gegenüber Frankreich sei erloschen
Polen
- gegen Polen sei das Hassgefühl noch nicht erloschen → es sei sogar eines der dunkelsten Punkte der europäischen Politik
- das deutsche Volk würde von allen Völkern Europas dem Polnischen am ablehnendsten gegenüber stehen
- früher habe Deutschland für Polen gekämpft, heute (1930) hätte sich die Einstellung gedreht, die territorialen “Wunden” würden von den Deutschen am schmerzlichsten Empfunden werden → daher sei ein Ostlocarno nicht in Sicht
- dies läge vor allem an dem Korridor, welcher ohne Volksabstimmung Polen zugefallen sei und auch an der Stadt Danzig mit 97% Bewohner von Deutschen
- damit hätten die Deutschen an den Grenzgebieten ihr Hinterland und damit ihre Wirtschaftskraft verloren
- zudem hätte Polen Zusprüche erhalten, obwohl es kein Sieger gegen Deutschland gewesen wäre
- eine deutsche Regierung, welche eine freiwillig Anerkennung der Ostgrenzen tätigen würde, würde “unweigerlich gestürzt” werden
- eine geistige Abrüstung gegen Polen findet nicht statt, einen Krieg würden die Deutschen aber auch nicht wollen
Aufgabe 2
- Stresemann sorgte für die Beendigung der Isolierung der deutschen Außenpolitik
- regierte mit seiner Regierung bis fast vor seinem Tod