Die Weidegänger machen im Oberlauf mit ca. 10 % nur einen kleinen Anteil der Lebens‐ gemeinschaft aus. Im Mittellauf sind es dagegen schon ca. 25 %. Dafür findet man sie im Unterlauf gar nicht mehr. Die Zerkleinerer stellen im Oberlauf mit ca. 45 % den am häufigsten vertretenen Ernäh‐ rungstyp. Im Mittelauf machen sie jedoch nur noch ca. 10 % aus und auch sie fehlen im Unterlauf ganz. Hier dominieren Sedimentfresser und Filtrierer mit einem Anteil von ca. 80 %. Im Mittellauf ist diese Tiergruppe mit fast 50 % vertreten und im Oberlauf immerhin noch mit ca. 25 %. Die Räuber sind in jeder Region mit ca. 20 % vertreten. 2 Oberlauf: Aufgrund der starken Strömung und der niedrigen Temperaturen gibt es im Oberlauf kaum Pflanzen im Wasser. Nur einige Aufwuchsalgen und Wassermoose können sich auf den Steinen im Gewässerboden halten, die von den Weidegängern abgeweidet werden. Falllaub stellt eine wichtigere Nährstoffquelle dar. Daher findet man hier auch viele Zerkleinerer. Die hohe Strömung sorgt dafür, dass Trübstoffe schnell fortgespült werden. Daher findet man hier auch nur wenig Sedimentfresser und Filtrierer. Mittellauf: Im Mittellauf ist nicht nur die Strömung deutlich geringer, sondern es ist auch wärmer. Daher hat die Besiedelung durch Pflanzen erheblich zugenommen. Es gibt auch mehr Aufwuchspflanzen, sodass die Weidegänger hier stärker vertreten sind. Dagegen gibt es aufgrund der Breite des Fließgewässers nun deutlich weniger Falllaub, weswegen auch die Zerkleinerer abnehmen. Durch den höheren Pflanzenbewuchs und die langsamere Strömung gibt es mehr Trübstoffe im Wasser, was den größeren Anteil an Sedimentfressern und Filtrierern erklärt. Unterlauf: Im Unterlauf ist die Fließgeschwindigkeit sehr niedrig. Deswegen gibt es hier sehr viel Phytoplankton und Trübstoffe im Wasser. Diese sorgen allerdings dafür, dass nur noch wenig Licht auf den Gewässerboden trifft, weswegen es hier kaum noch Aufwuchspflanzen und somit auch keine Weidegänger gibt. Stattdessen gibt es sehr viele Sedimentfresser und Filtrierer, die sich von den Trübstoffen und dem Phytoplankton er‐ nähren. Grobes organisches Material gibt es hier nicht mehr, da es bereits auf dem Weg zerkleinert wurde. Daher findet man hier auch keine Zerkleinerer mehr. 3 Räuber sind in jedem Abschnitt relativ gleich stark vertreten, da sie sich je nach Angebot von den Zerkleinerern, Sedimentfressern und Filtrierern und den Weidegängern ernäh‐ ren. Dabei spielt es für den Räuber keine Rolle, wovon sich seine Beute ernährt, sondern nur, dass überhaupt Beuteorganismen vorhanden sind.