Außenpolitik der Weimarer Republik und des Kaiserreichs
Einordnung: 17.04.1923
Aufgabe 1
- fordert außenpolitische Souveränität (Z. 3-5)
- Handeln = “Weg frei machen” → Vertrauen schaffen ⇒ Verständigungspolitik
- Reparationsfrage lösen
→ das alles, um das Ruhrgebiet von der Besetzung zu befreien
- außenpolitisch sollte durch parlamentarische und diplomatische Führungsmaßnahmen, in Reden und Noten sowie Vorschlägen gehandelt werden
- Verständigungspolitik zwischen Frankreich und Deutschland soll auf Missstände und Missverständnisse seitens Deutschland aufmerksam machen → Frankreich ist zwar zerstört, d.h. Aber nicht, dass Deutschland nicht nicht zerstört ist
- gibt offenkundig zu, dass Frankreich zerstört ist
- möchte nicht für alle Kriegsschäden der Alliierten aufkommen
- Nur durch einen ordentlichen Kredit sind die Forderungen zu bezahlen
- Stresemann rechtfertigt mit Andrew Bonar Law, dass Deutschland zur Zahlung der Reparationen eine internationale Anleihe benötige
- Stresemann möchte verhandeln und kompromissbereit sein
- Stresemann sagt, dass die reine Besetzung des Ruhrgebiets durch die Franzosen als Provokation zu werten ist bzw. Nicht zu einem Ziel führen würde → dies sei keine Verständigungspolitik sondern habe nur den Zweck das Volk auszurotten zu eigenem Zwecke
- Sagt sogar, dass die Provokation der Ruhrbesetzung zu einer innenpolitischen Radikalisierung geführt habe
- Verabscheut, dass Deutschland sich angeblich nicht an der Lösung des Problems beteiligen würde
→ er will eine Politik nationaler Besonnenheit
Aufgabe 2
Stresemann forderte nicht nur Souveränität, sondern er sorgte maßgeblich dafür, dass Deutschland wieder in die internationale Außenpolitik eingeschlossen worden war. 1926 tritt Deutschland dem Völkerbund wieder bei, wobei Adolf Hitler wenige Jahre später, am 14.10.1933 wieder austreten wird. Die von Stresemann angesprochene Verständigungspolitik im Besonderen mit Frankreich verfolgte er tatsächlich und wurde infolgedessen, wie sein franz. Amtskollege Astride Briand, mit dem Friedensnobelpreis gekürt.
Tatsächlich schaffe es Stresemann durch seine Politik nicht nur Vertrauen aufzubauen, sondern auch ein Stück weit die Reparationsfrage zu lösen, indem bis zu seinem Tod immer mehr Zugeständnisse gegenüber Deutschland getätigt worden waren, bis sich durch das Krisenjahr 1923 und dessen Resultat die Hyperinflation die Weltwirtschaftskrise im Jahr 1923 anbahnte.