= nach John Rawls
- wuchs in materiellem Wohlstand auf und besuchte eine teure Privatschule
- möglicherweise hatte er schon von früh auf das Gefühl, unverdiente Privilegien zu haben, als er zwei Mal schwer erkankte und seine Geschwister daran starben
- wächst in priveligierter Schicht auf → hat bessere Staatschancen als andere
Gerechtigkeit als Fairness
- Hauptwerk: A Theory of Justice
→ moderner Kontraktualismus als Alternative zum Utilitarismus
Kontraktualismus: freie und gleich Menschen gehen freiwillig auf Regeln ein, die vertraglich verbindlich für alle gelten → schließen einen theoretischen Gesellschaftsvertrag
- geordnete Gesellschaft → mit Individuen, die nach ihrer Befähigung im System einen Platz erhalten, und Regeln für das Zusammenleben zu finden, die für alle fair und akzeptabel sind
- nimmt Urszustand an → die Entscheidungen, die die vernünftigen Menschen in dieser Situation der Freiheit und Gleichheit treffen würden, um ein friedliches Miteinander zu fördern, bestimmen die Grundsätze der Gerechtigkeit
die Situation:
- ist durch faire Bedingungen gekennzeichnet
- die Teilnehmer wissen nicht, welche Position sie später haben werden
- sie wissen nicht, welche körperliche Fähigkeiten oder Begabungen, Einschränkungen oder Behinderungen, Priveligien oder Nachteile sie haben werden
→ dies wird durch den “Schleier des Nichtwissens” ermöglicht
- die Personen sollen nicht ihre Stellung, ihre Klasse, ihre Schicht, ihren Zustand kennen, um möglichst unabhängig zu entscheiden
→ der Schleier ermöglicht, dass keiner durch seine Stände anders entscheidet, gewisse Menschen ausgegrenzt, bevorzugt, privelgiert oder benachteiligt werden
→ alle sollen die gleichen Chancen haben zu entscheiden → Fairness
- Fairness durch “Schleier des Nichtwissens” → keine Verfolgung der persönlichen Interessen