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💡 Detritus (Lat. Abrieb): In Gewässern: Zefallende Reste organischer Bestandteile von Tieren oder Pflanzen
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💡 Heterotroph (Griech. Fremdernährt): Organismen, die zur Energiegewinnung auf Biomasse anderer Organismen angewiesen sind.
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💡 Primärproduzenten: Alle Organismen, welche meist mit Sonnenlicht aus anorganischen Substanzen Biomassen herstellen
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Die Zonen des Fließgewässers:
Fließgewässer bzw. Flüsse werden zwischen Anfang (Quelle) und Ende (Mündung) in Oberlauf, Mittellauf und Unterlauf eingeteilt:
- Quelle: An der Quelle entspringt der Fluss. Oftmals laufen verschiedene kleinere Quellen zusammen und bilden mit zunehmender Länge einen immer größeren Bachlauf.
- Oberlauf: Der Oberlauf beschreibt die Umgebung ab Beginn der Quelle. Das steile Gelände führt zu enorm hohen Fließgeschwindigkeiten, welche die Bildung eines V-förmigen Tals begünstigen. Durch die hohe Fließgeschwindigkeit bleiben seitliche Erosionen oftmals aus, dadurch sind die Gewässer im Oberlauf in der Regel nicht breit. Aufgrund des engen Verlaufs können Bäume das Gewässer im Sommer vollständig überschatten. Daher kommen als Wasserpflanzen höchstens ein paar Moosarten vor. Freischwebende Algen (= Phytoplankton) fehlen vollständig. Da der Oberlauf schlecht beleuchtet ist, können sie auch Algenaufwüchse schlecht entwickeln. Die Nahrung muss folglich von außen in den Oberlauf transportiert werden. Dies geschieht mittels Bestandsabfälle, wie Falllaub oder Früchte. Das Wasser ist klar und nicht getrübt.
- Mittellauf: Der Flussmittellauf ist charakterisiert durch weitläufige Flusschleifen, sogenannte Mäander. Das Gefälle und damit auch die Fließgeschwindigkeit nehmen ab. Daher verliert der Fluss auch an Schleppkraft. Langsam kann sich feinkörniges Substrat ablagern. Ab jetzt steigen Tiefe und breite an. Weil der Fluss breiter wird, kann von nun an auch mehr Sonnenlicht den Fluss erreichen. Wasserpflnazen, Phytobenthos (Algenaufwuchs) und das Phythoplankton entwickeln sich. Diese bilden von nun an eine gute Grundlage zur Nahrung für andere heterotrophe Organismen, sondass diese sich nun ausbreiten. Durch den zunehmenden Anteil an feinpartikulärem organischem Material steigt der Grad der Trübung.
- Unterlauf: Im Unterlauf ist kaum noch Strömung zu registrieren, da es kein Gefälle mehr gibt. Aus diesem Grund wird der Fluss im Unterlauf auch am breitesten. Die Ufer sind meist mit Pflanzen bewachsen. Bei großen Flüssen besteht das Substrat überwiegend aus Sand und größeren Anteilen organischen Materials (wie bspw. Schlamm), welches Substratfressern und Zersetzern als Nahrung dient. Die Gewässersohle ist aufgrund der zunehmenden Trübung beschattet und bietet keine gute Lebensgrundlage für Wasserpflanzen. Es herrscht eine große Menge an allochthonem Feindetritus.
- Mündung: Übergang vom Fluss ins Meer (Flussdelta). Das typische Delta mit den zahlreichen Flussmündungen resultiert aus den Ablagerungen, die vom Fluss transportiert werden. Mit der Zeit lagern sich Schlamm, Sand und Geröll an der Mündung ab. Irgendwann kann der Fluss diese Ablagerungen nicht mehr 'überfließen' und fließt deshalb links und rechts an ihnen vorbei. Dieser Vorgang wiederholt sich vielmals und sorgt langfristig für ein Flussdelta.
Ableitende Gesetzmäßigkeiten:
- Je höher der Sauerstoffgehalt, desto höher ist die Chance des Überlebens der beiheimateten Lebewesen in Fließgewässern.
- Je mehr Desimilationsvorgänge ablaufen, desto höher der Sauerstoffverbrauch.
- Je höher die Fließgeschwindigkeit ist, desto mehr Sauerstoff gelangt über verschiedene Wege in das Wasser.
- je niedriger die Temperatur des Wassers, desto höher ist die Löslichkeit von Sauerstoff.
- Je näher das Wasser Richtung Mündung gelangt, desto höher steigt insbesondere im Sommer die Wassertemperatur an.
Leitfische:
- Forellen-Region: Zwischen Quelle und Oberlauf ist das Wasser klar und nährstoffarm. Hohe Gefälle verursachen eine hohe Fließgeschwindigkeit, wodurch die Sauerstoffsättigung des Wassers nahe 100% liegt. Der Boden ist entsprechend der gebirgigen Umgebung felsig. Leitfischart: Forelle